Dienstag, 26. Juli 2011
Die Öffnungszeiten und wir
sb
Autofahren auf der Vulkaninsel
Übrigens sind im inneren der Insel sowohl die Radialen-, als auch die Kreissegmentstraßen durchweg in Serpentinenform angelegt. Die heute über 30km zu befahrene Kreissegmentstraße im Nationalpark war aus vor Ort gegossenen Betonplatten gebaut, nach dem morgentlichen Regenschauer ein Taum für die Powersliderfraktion. Leider bremsten mich sowohl die Beifahrerin als auch die in veritabler Stärke ausgeführten Gräben immer wieder ein...
Sonntag, 24. Juli 2011
Erste Fahrversuche
Der Flug in die Südsee war vor allem eines: Lang. Da es sich bei Reunion um fanzösisches Staatsgebiet handelt, ist es von Paris ein Inlandsflug: Orly statt Charles de Gaulle. Es gibt keine Bahnverbindung, sondern einen Busservice. Fahrtechnik konnte man vom Busfahrer lernen: In kilometerlange Schlangen wird erst im letzten Moment eingeschert, abfahren von Schnellstraßen und gleich wieder auffahren etc.
Nach einem Mega-Macaron vom Pauls konnte ich in Orly gegen heftigen Widerstand bei 'La Maison du Chocolat' eine 12er Packung Mini-Macarons erwerben. Und ja, Macarons sind keine Flüssigkeiten und man darf sie mit an Bord nehmen. So konnten wir die Reichhaltigkeit des Bordessens nach oben abrunden...
Mit dem Mietauto, einem Renault Clio College, konnten wir dann die hiesigen Serpentinen testen. Wirklich sehr schön zu fahren, wenn auch Beifahrerinnenseitig teils heftiger Protest verbalisiert wurde. Es sind die richtigen Kurven für einen Golf R. So war es jetzt immer links, rechts, links, runter schalten, rechts (gerade bergauf). Gefühlt 100 mal hintereinander, ich habe die GPS Tracks. Übrigens gewöhnt man sich ganz schnell an die leuchtende Airbaglampe, die Dauerbeleuchtung mit der Aufschrift "SERV" und einer orangen Tankanzeige, die eher der Illumination des Fahrzeuginnenraum dient, denn der Information. Auch führt die fehlende Höhenverstellung von Lenkrad und Sitz zu einer eher ungewöhnlichen Fahrposition, lediglich der im Verhältnis zum hohen Sitz zu tiefe Dachrahmen führt regelhaft zu Kopfanstößen am Türdichtungsgummi.
Heute am Sonntag in der Nebensaison wurde hier überall schon um 12:00Uhr mittags die Bürgersteige hochgeklappt. Damit landen die Einheimischen auf der Straße, leider fast alle in einem Alkohol geschwängertem Zustand. Hier gibt es tatsächlich mehr talkende Fussgänger als in Finnland. Auch wenn wir schon einige der Zuckerrohrfelder gesehen haben, an den einheimischen Rum haben wir uns noch nicht gewagt. In den Bars stehen gro0e (3+ Liter) Flaschen mir Rum und eingelegten Früchten. Leider haben letztere durchweg ein graues colorit und sehen so aus, als ob der letzte Dodo sie noch selbst eingefüllt hat. Es gab auch eine Falsche mit Früchten, die in der Flasche deutlich! größer waren, als der Flaschenhals: Buddel-Frucht-Rummtopf.
Samstag, 23. Juli 2011
Anreise ohne Fehl und Tadel
So kamen wir also ohne Probleme am Flughafen an. Der Flug nach Paris war kurzweilig und auch der "Interne" Fulghafentransport und der Tranfer von CDG nach Orly klappte einwandfrei. Mirko´s grösste Sorge war dann auch wo findet man "Macarons".
Der Flug nach LaRéunion war dann einfach nur lang und nach 3x Sitzplatz tauschen, was echt überraschend einfach war, konnten Mirko und ich auch nebeneinandersitzen (letzte Reihe in einer 777). Obwohl ich mir im nachhinein nicht mehr ganz sicher bin, ob Mirko es nicht bedauerte. Ich werde fliegen sicher nie, nie, nie mögen. Konnte mal wieder kein Auge zutun und die Sitze sind für meinen unruhigen Geist viel zu klein und unbequem. Aber das Essen war AirFrance gemäß ganz gut. Im weiteren Verlauf sorgten dann kleinere Turbulenzen für ein flaues Gefühl, und Mirko der schnarchte natürlich die ganze Zeit friedlich vor sich hin. Etwas irritierend fand ich dann die Landung. Von meinem Fensterplatz aus konnte man noch bis ca. 50m Höhe noch kein Land sehen und die Maschine war relativ extrem abgebremst, so viel Landebahn war dann auch nicht mehr übrig.Dannach sind wir dann auch gleich von der schwülwarmen tropischen Luft und mit Sonnenschein empfangen worden... endlich Sommer und das im hiesigen Winter.
Die Fahrt zu Hotel wurde dann für meinen Magen zu harten Probe. Nein Mirko wollte natürlich die Serpenmtienenstrasse nehmen. Mit dem Resultat, dass ich völlig grün im Gesicht im Hotel ankam und mich für den Rest des Tages out-of-order melden musste.
Abends erst kam der Appetit zurück und wir genossen ein schönes Abendessen im Beach-Restaurant.
Heute morgen haben wir dann ausgiebig gefühstück und uns um unseren Internetzugang bemüht.
Der erste Schreck saß dann tief, was ist denn da in Norwegen los. Wir sind echt fassungslos...
sb
Mittwoch, 20. Juli 2011
Wie aus Norwegen der indische Ozean wurde
Zu Eurer Freude, Erstaunen, Belustigung oder gar Entsetzen gibt es nach 4 Jahren mal wieder einen Reise-Blog. Wohin es geht?
Ja bis vor gut 2 Wochen wäre das wohl für die meisten von Euch eine relativ leicht zu beantwortende Frage gewesen, aber dann kam alles etwas anders.
Zuerst waren, sowohl Mirko, als auch ich von unserem Umzug ein wenig angeschalgen. (Danke auf diesem Wege nochmals an die Helfer). Wie einige wohl schon mitgekriegt haben, die anderen erfahrenes spätestens jetzt, haben wir nach drei Monaten des Hin- und Herfahrens und zum erstauen fast aller (ja Ihr Ungläubigen, Ihr seit gemeint) unseren "Landsitz" in C. gegen eine "Stadtresidenz" in H. eingetausch.
Aber irgendwie blieb auch unsere Urlaubsvorfreude auf der Strecke und es fiel der Beschluss erstmal die Wohnung etwas weiter voranzubringen und vielleicht irgendwann später dann nach Norwegen zu fahren. Aber auch diesem Plan konnte ich zumindest nur wenig abgewinnen. So machten wir vorerst keine weiteren Pläne. Mirko war dann am WE nach England entschwunden (Hallo Hergen) und hat den Kistenstapel gleichwohl noch um eine 25bändige Encyclopaedia Britannica erhöht.
Frei nach dem Motto "schraubst Du noch oder lebst Du schon" (ich kann IKEA nicht mehr sehen und Köttbullar nicht mehr essen) wurde mir klar ich will nicht mehr aufbauen und aus(f)räumen, aber irgendwie schön leben zumindest im Urlaub hätte schon etwas. Trotzdem war ich noch nicht soweit mehr Energie, sprich Zeit in jewelche Urlaubsvorbereitung zu stecken...es plätscherte der Alltag so dahin. Doch dann ein Telefonat, dazu noch mit jemandem den ich eigentlich nicht kannte und dessen leicht ironisch gefärbte Anmerkung, in dem Sinne: Kistenauszupacken sei ja ein total toller Urlaub. Dieser Wahrheit gab es nun einfach nur noch das Internet und die Suche nach einem Ziel entgegen zusetzen, denn durch Norwegen bei Regen, nee nicht schon wieder.
So googlete ich mich etwas durch die Welt. Wo könnte man denn hin? USA...ohne Vorbereitung schlecht. Bhutan, Vietnam nicht mit Mirko. Am besten ein Ziel, das mehrer Bedingungen erfüllen kann, spannend und neu, damit die Abenteuerlust geweckt wird und dann Entspannung und es sich gut lassen können. Sprich warm und Sonne, aber nicht zu heiß. Und noch die kleine Randbedingung innerhalb einer Woche organisierbar zu sein.
Voilá: La Réunion und Mauricius...wir kommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmen!

